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Am 13. August 2011 jährt sich zum 50. Mal der Tag des Baus der Berliner Mauer!
![]() Abb.: Henri Cartier Bresson, The Berlin Wall, 1962, Gelatin silver print, 18 x 24 cm, Artists stamp, titled and dated on verso. |
| SAKAMOTOcontemporary | Berlin nimmt dies zum Anlass, um Photographien von Henri Cartier-Bresson, Peter Brüchmann, Raymond Depardon, Jacques Hartz, Robert Lebeck und Rosmarie Pierer zu zeigen. Die Arbeiten dieser namhaften Künstler bilden sämtlich die Situation der Stadt und das Gefühl der Berliner Bevölkerung direkt vor, während und nach diesem, die Weltordnung gravierend verändernden, 13. August 1961 ab. Neben zahlreichen Vintages (vorwiegend von Cartier-Bresson), werden zum Teil bislang unveröffentlichte Arbeiten präsentiert. Die Ausstellung wagt aber auch den Sprung in spätere Zeiten der Teilung, gar in die Zeit nach dem Fall der Mauer. So sehen wir die von Ilse Ruppert im Jahre 1984 an der Berliner Mauer porträtierte „Godmother of Punk“ Nina Hagen und runden das Thema mit dem Stop-Motion-Video „9.NOV.2009“ unseres japanischen Künstlers Yukihiro Taguchi ab, welches seine Uraufführung 2009 bei der ZDF-Gala „20 Jahre Mauerfall“ am Brandenburger Tor hatte. Henri Cartier-Bresson (* 22. August 1908 in Chanteloup, Seine et Marne, Frankreich; + 3. August 2004 in Céreste im Luberon, Département Alpes-de-Haute- Provence), französischer Photograph, Regisseur, Schauspieler, Zeichner, Maler und Mitbegründer der Photoagentur Magnum Photos ist bekannt geworden mit seiner künstlerischen Schwarzweißphotographie. Seine 1952 aufgestellte Theorie der Photographie des „entscheidenden Augenblicks“ illustrierte er schon frühzeitig in seinen Kriegsreportagen. Seine Vorgehensweise beim Photographieren beschrieb er folgendermaßen: „Man nähert sich auf leisen Sohlen, auch wenn es sich um ein Stillleben handelt. Auf Samtpfoten muss man gehen und ein scharfes Auge haben. (...) Kein Blitzlicht, das versteht sich wohl, aus Rücksicht vor dem Licht, selbst wenn es dunkel ist. Andernfalls wird der Photograph unerträglich aggressiv. Das Handwerk hängt stark von den Beziehungen ab, die man mit den Menschen herstellen kann. Ein Wort kann alles verderben, alle verkrampfen und machen dicht.“ Er legte beim Photographieren großen Wert auf eine möglichst perfekte Bildkomposition. Er nutzte ganz überwiegend die handlichen und unauffälligen Kleinbildkameras vom Typ Leica M, die zwecks Realisierung einer möglichst der menschlichen Sichtweise entsprechenden Bildwirkung grundsätzlich mit einem 50-mm-Standardobjektiv ausgerüstet waren, und photographierte in Schwarz-Weiß, aufgrund der von ihm sehr geschätzten stärkeren künstlerischen Wirkung dieses Filmmaterials. Peter Brüchmann, geb. 1932 in Berlin absolvierte eine Photolehre bei der Porträtphotographin Lotte Söhring und ein Volontariat bei der Deutschen Presseagentur. Ab 1956 arbeitete er als festangestellter Photograph bei der dpa. In dieser Zeit entstanden erste größere Bildveröffentlichung in der von Willy Fleckhaus gestalteten Jugendzeitschrift AUFWÄRTS. Ab dem Jahr 1958 war er als Bildreporter für Redaktionen wie CONSTANZE, SCHÖNER WOHNEN, BRIGITTE, BILD AM SONNTAG QUICK, FREUNDIN, PLAYBOY und LUI tätig. Mit mehreren Arbeiten vertreten in der Ausstellung TWEN - Revision einer Legende, wird Brüchmanns Reportage-Photographie ausgezeichnet. Peter Brüchmann lebt in Berlin. Raymond Depardon (* 6. Juli 1942 in Villefranche-sur-Saône), französischer Photojournalist und Filmemacher. Anfang der Sechziger Jahren leistete er seinen Militärdienst als Kriegsberichterstatter im Algerienkrieg ab. Zusammen mit Gilles Caron gründete er 1967 die Photoagentur Gamma. In den folgenden Jahren arbeitete er in Krisengebieten wie Vietnam, Kambodscha und dem Tschad. Für seine Reportage über Chile, 1974, gewann er zusammen mit seinen Mitarbeitern Chas Gerretsen und David Burnett die Robert Capa Gold Medal. Seine Reportage aus dem Tschad, die von 1975 bis 1977 entstand, wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Er verließ Gamma 1978, um sich der Photographen-Agentur Magnum anzuschliessen. Bis heute hat Depardon über 40 Bücher publiziert und mehr als 30 Filme gedreht. Rosmarie Pierer, geb. 1918 in Bernburg an der Saale geboren, produzierte ihren ersten Bildband und einen Dokumentarfilm noch während des Zweiten Weltkriegs. Nach dessen Ende folgten eine Lehre und ein Volontariat in Leipzig und im Schwarzwald. Seit 1949 lebt Rosmarie Pierer in Hamburg, wo sie zunächst als Photographin am Thalia-Theater arbeitete. Bald begann sie, Multivisionsschauen zu entwickeln. Große Markenpräsentationen organisierte sie unter anderem für Beiersdorf, Deutsche Airbus, Philips und die Handelskammer Hamburg. Videofilme drehte sie zu Themen des Umweltschutzes und der Drogen- und Aidsprävention. Auch für die Arbeit mit neuen Medien hat sich Rosemarie Pierer stets interessiert. Heute ist sie das älteste Mitglied von Hamburg@work, dem Netzwerk der digitalen Wirtschaft in der Hansestadt. Zuletzt hat sich die Photographin wieder auf ihre Ursprünge konzentriert und zahlreiche Porträts aufgenommen. So entstanden unter anderem Bilder des Star-Architekten Hadi Teherani, des Kaffee-Unternehmers Albert Darboven, des Filmproduzenten Gyula Trebitsch oder des Altkanzlers Helmut Schmidt. Ilse Ruppert ist seit 1978 als freiberufliche Photographin und Image-Designerin tätig. Seit Jahrzehnten arbeitet sie für Magazine wie STERN, MUSIC-EXPRESS, ACTUEL, THE FACE, INTERVIEW, PLAYBOY, ZEITMAGAZIN, PARIS MATCH, JARDIN DES MODES, CAHIERS DE CINEMA, STUDIO, BSD, BUNTE, NOUVEL OBSERVATEUR, GALMOUR, GALA, FOCUS, ELLE, LE FIGARO, Le MONDE... Zahlreiche Photosessions mit Stars wie Nina Hagen - Bob Swaim - R.W. Fassbinder - Dennis Hopper - Richard Horowitz - Jim Jarmusch - Catherine Jacob - Geno Lechner - Sandra Speichert - KRAFTWERK - The Clash - Jean-Paul Gaultier u.v.a.m. brachten Ruppert ein sehr umfangreiches Photoarchiv. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Galerie SAKAMOTOcontemporary | Berlin, Mariko Sakamoto & Oliver Zimmer. |